Heizölpreise: Zu Wochenbeginn wenig verändert

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Heizölpreise: Zu Wochenbeginn wenig verändert

Internationaler Markt

Die Preise an den Ölbörsen brachen am vergangenen Freitag zeitweise überraschend stark ein. Auslöser dafür waren Sorgen des Ölmarktes um das globale Wirtschaftswachstum und damit auch vor einer niedrigeren Ölnachfrage.

Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte am Donnerstag ihre Konjunkturprognose für den Euroraum deutlich nach unten korrigiert. Somit bleibt der aktuelle geldpolitische Kurs vorerst unverändert. Auch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zeigte sich wenige Tage zuvor in ihrem Konjunkturbericht weniger zuversichtlich als in der Vergangenheit. Zu viele Handelskonflikte und Handelsbeschränkungen im letzten Jahr bremsen das Wirtschaftswachstum weltweit aus. China bestätigte diese Einschätzung mit deutlich schlechteren Werten im Außenhandel für den Monat Februar. So schraubte auch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre Konjunkturprognose für 2019 drastisch herunter.

Der Ölmarkt bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen den Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum auf der einen Seite und dem immer knapper werdenden weltweiten Ölangebot auf der anderen Seite. Im Moment wird das Angebot zum größten Teil durch die Kürzungen der OPEC+ Gemeinschaft und den Fördermengen aus den USA bestimmt. Baker Hughes meldete am Freitag einen erneuten Rückgang der aktiven US-Ölbohranlagen. Sie gelten als Anhaltspunkt für das Wachstum der amerikanischen Ölproduktion. Weniger Bohranlagen bedeuten mittelfristig auch ein geringeres Produktionswachstum. Seit Jahresbeginn verringerte sich die Zahl der US-Bohranlagen stetig. Die Unsicherheit der Marktteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung zwischen Angebot und Nachfrage führte zu unruhigen Preisbewegungen. So verhinderte die Meldung von Baker Hughes am Freitag einen weiteren Preiseinbruch. Am Ende des Tages gingen die Ölpreise wieder auf ihrem Ausgangsniveau aus dem Handel.

Heute Morgen starten die Ölpreise nur leicht verändert zu Freitagmorgen in die neue Woche. Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 56,54 Dollar und das Barrel Brent zu 66,35 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 617,50 Dollar. Der US-Dollar kostet 0,8889 Euro. Damit kostet der Euro 1,1244 Dollar.

Nationaler Markt

Aufgrund der aktuellen Preisentwicklung am Ölmarkt und des recht schwachen Euro tendieren die Heizölpreise heute Morgen deutschlandweit leicht aufwärts. In der kurzfristigen 3-Monats-Ansicht unserer aktuellen Heizölpreis-Tendenz befinden sie sich im oberen Bereich des abwärtsgerichteten Trendkanals.

Im Binnenmarkt geht es momentan recht ruhig zu. Diejenigen, die zurzeit Heizöl benötigen, halten die aktuellen Heizölpreise jedoch für gute Kaufpreise. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Die so ermittelte Kaufbereitschaft steht auf zweithöchstem Niveau. Unsere Lesereinschätzung ist seit Freitag um zwei Prozentpunkte auf einen Wert von 78 Prozent für die Erwartung an fallende Heizölpreise gesunken. Sie zeigt an, dass die Hoffnung auf günstigere Heizölpreise leicht nachlässt.

Unsere Preistrends zeichnen nach wie vor ein mehrdeutiges Bild. Während die kurzfristige 3-Monatsansicht abwärts zeigt, steht in unserer 12-Monatsansicht nach wie vor die Formation des Dreiecks. Diese besondere Konstellation zeigt an, dass mittelfristig noch alles offen ist. Die längerfristigen Aussichten (3 und 5 Jahre) bleiben nach wie vor wenig optimistisch. Hier richten sich die Preistrends weiterhin aufwärts. Unsere 10-Jahresansicht weist noch einen leichten Abwärtstrend auf.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Sollte Ihr Tank eine Füllung verlangen, kaufen Sie jetzt. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es auf bessere Preise zu setzen.

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

Quelle: esyoil

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